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Alte Menschen nicht alleine lassen

Freundeskreis formiert sich für aktive Hilfe als gemeinnütziger VereinGefördert durch den Freundeskreis Domus Mea Gruppe e.V.


Bad Reichenhall: Mit Eröffnung des Domus-Mea-Seniorenzentrums in Bayerisch Gmain vor zehn Jahren hatte sich schnell ein Freundeskreis um die engagierte Richterin Christa Gschwendtner (†) und Vizepräsidentin des Landgerichts Traunstein gebildet, der sich für mehr Lebensqualität der Senioren einsetzte. Jetzt hat sich aus dem Freundeskreis heraus ein eigener gemeinnütziger Verein gebildet, der für alle Einrichtungen der Domus-Mea-Gruppe in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Mühldorf aktiv wird.



Licht und Geräusche

Dem Snoozeleraum folgt jetzt ein Garten der Sinne


Unternehmensgründer Joachim Merkel: „Die damals gesetzten Impulse haben sich bis heute vielfach bewährt. Jährlich können wir mit Unterstützung des Freundeskreises viele kulturelle Veranstaltungen und Projekte zur Förderung unserer Bewohner umsetzen. Der Erfolg hat uns ermutigt, den Verein nun auf alle Einrichtungen auszudehnen. Einmischen, mitreden und mitgestalten heißt die Devise und jeder ist aufgerufen mitzumachen, sich persönlich einzubringen.“


Hintergrund ist ein eng gesteckter Rahmen in der Pflege. „Die von den Kassen eingeräumte Zeit für einen Bewohner ist kurz und die Tätigkeiten werden im Minutentakt vorgegeben. Da bleibt wenig Spiel für mehr und sämtliche ‚Extras“ sind von den Kassen längst gestrichen,“ bedauert Martina Merkel.


Der Vorsitzende des Freundeskreises, Dominik Birgelen, ergänzt: „Der von den Kassen vorgegebene Pflegeansatz ist wirtschaftlich nur kurzfristig nachzuvollziehen und menschlich kaum. Es wird nämlich versucht die Pflege auf den kleinsten Nenner zu bringen, gemäß dem Motto ‚was ist nötig’. Unser Ansatz ist aber ‚was ist möglich’ und geht in die andere Richtung. Einfache Beispiele sind die körperliche Bewegung und geistige Flexibilität. Je mehr, desto besser.“


Das neueste Projekt des Vereins ist ein „Bio-Erlebnisgarten“ mit mehreren Stationen für die Sensorik mit unterschiedlich beschaffenen Böden und Tasttafeln. Natürlich wird der Garten auch für Rollstuhlfahrer geeignet sein und er ergänzt den vor zwei Jahren geschaffenen ‚Snoozleraum’, ein Raum der Sinne. Zur 20-Jahrfeier des Birkenhofs bei Mühldorf wird das nächste Projekt vorbereitet.


„Nicht alles ist mit viel Arbeit und finanziellem Aufwand verbunden, im Alltag ist ein Besuchsdienst bereits eine wertvolle Hilfe und ein echter Dienst am Nächsten. Einsamkeit ist selbst in einem Seniorenheim leider viel zu oft gegenwärtig, selbst bei Bewohnern, wo noch familiäre Verbindungen bestehen“, weiß der Leiter des Domus Mea Seniorenzentrums Bayerisch Gmain, Peter Michalik.


Wer mehr über den Freundeskreis erfahren möchte findet auf der Internetseite www.domus-mea.de weitere Informationen.

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