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Außenwohngruppe für Menschen mit geistiger Behinderung eröffnet

Vergleichbare Einrichtungen für geistig Behinderte mit Mehrfachdiagnosen gibt es kaum im bayerischen Raum. Nur wenige Einrichtungen können die nötigen und engen Rahmenbedingungen für anspruchsvolle Bewohner auch in einer offenen Wohngemeinschaft bieten.

 

Fischbachauer AußenwohngruppeFischbachau, 24.01.2014 – (StW) Der erste Schnee im Jahr begleitete die offizielle Eröffnung der Außenwohngruppe in Fischbachau. Das Fischbachau Pflege- und Therapiezentrum erweitert mit dem renovierten und nur wenige hundert Meter vom Haupthaus entfernten Wohnhaus das Angebot für seine Bewohner.

 

In der Haupteinrichtung des Therapiezentrums in Fischbachau sind die Haustüren verschlossen. Hier leben Menschen mit geistiger Behinderung, die zusätzlich psychisch krank sind und darüber hinaus starke Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Eine intensive pädagogische Förderung und teilweise eine 1zu1-Betreuung führen an ein selbstbestimmtes Leben heran. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es 3-4 Jahre intensiver Betreuung bedarf, bevor ein Probewohnen überhaupt in Erwägung gezogen werden kann.

 

Bereits im Oktober 2013 konnten fünf Bewohner in den renovierten Bauernhof umziehen. In der Haupteinrichtung wurden sie durch intensive pädagogische Begleitung im sozialen Umfeld stabilisiert, so dass jetzt ein offenes Wohnen möglich ist. In dem historischen Hof, der 1315 das erste Mal erwähnt wurde, ist jeder für die Sauberkeit im eigenen Zimmer selbst verantwortlich. Am Wochenende wird gemeinsam gekocht, während unter der Woche den Bewohnern eine Ernährungsberaterin zur Seite steht.

 

Betreutes Wohnen in Fischbachau

 

„Diese Weiterentwicklung unseres Betreuungsangebotes ist nur dank unserer motivierten Mitarbeiter möglich. Die Bewohner werden rund um die Uhr betreut und das jeden Tag. In der Ehe würde man sagen ‚In guten wie in schweren Tagen‘. Das Leben in der Außenwohngruppe fördert und fordert die Bewohner in allen lebenspraktischen Bereichen. Ausgestattet mit der größtmöglichen Alltags-Autonomie wird das ambulant betreute Einzelwohnen angestrebt“, beschreibt Alfred Pohl das erklärte Ziel der Einrichtung.

 

Die Außenwohngruppe für ein selbstbestimmtes Leben

 

Mit den Worten „Auf weiterhin gute Nachbarschaft“ brachte Bürgermeister Josef Lechner (CSU) zur Eröffnung Brot und Salz ins Haus. Nachbarn und Familien der Bewohner nutzten die Gelegenheit, sich beim Tag der offenen Tür über die Möglichkeiten und das Leben in der Wohngruppe zu informieren. Der frisch gebackene Großvater, Bürgermeister Josef Lechner freute sich über diese Art der Erweiterung. Er erinnerte sich noch gut daran, als vor zwei Jahren ein für ihn bis dahin noch unbekannter Joachim Merkel (Domus Mea Firmengründer) im Terminkalender stand. Seitdem hat sich einiges getan, für die Einrichtung, für den Ort und für die Akzeptanz in der Bevölkerung. „Man gibt hier den Menschen die Chance einen Schritt zurück in die Mitte der Gesellschaft zu gehen“, weiß der Bürgermeister über den neuen Träger zu berichten.

 

Eröffnung der Außenwohngruppe in Fischbachau (Bilder vom 24. Januar 2014)

Fotos: Domus Mea © Steffen Waurig

Download Pressebericht

Weitere Informationen zur Außenwohngruppe unter Telefon 08028 90478-0 oder per E-Mail an info.fi@domus-mea.de

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