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Expertenkreis für geistig behinderte Menschen

Die Suche nach der besten Lösung und Therapie
Vertrauen schaffen und das Konzept weiterentwickeln


Weitere Informationen zum Expertenkreis finden Sie hier


 
MIESBACH/FISCHBACHAU: Mit einem positiven Resümee endete das erste Treffen eines eigenen Expertenkreises für das zum Jahreswechsel von der Domus-Mea-Gruppe übernommene Sozialtherapeutische Therapiezentrum in Fischbachau. Er ist besetzt mit Fachärzten, Psychiatern, Mediatoren, mit Vertretern des Bezirks Oberbayern, des Inn-Salzachklinikums (Wasserburg), des Klinikum München-Ost (Haar) und der kbo-Lech-Mangfall-Klinik Agatharied (Hausham).

 

Moderator Christian Schanze appellierte für eine Weiterentwicklung des Konzeptes mit den Eltern. Darüber hinaus sei die Kommunikation und Kooperation über Netzwerke eine gute Basis für künftige Erfolge. Dafür hatten sich alle Experten ausgesprochen und auch der Geschäftsführer der Fischbachau Pflege- und Therapiezentrum GmbH, Alfred Pohl, freute sich über den regen Austausch: „Natürlich nehmen wir guten Rat an, tun alles, um für die Bewohner und unsere Fachkräfte noch bessere Bedingungen zu schaffen.“

 

Der Gesellschaftsvertreter der Domus-Mea-Gruppe, Peter Puhlmann, sieht in den vielen Impulsen des Expertenkreises ein hohes Entwicklungspotential in der Arbeit mit geistig behinderten Menschen. Er bedankte sich beim Bezirk Oberbayern über die offene und ergebnisorientierte Zusammenarbeit. Wir können so intensiv und schnell  an einer Leistungsvereinbarung arbeiten und dazu entsprechend den Maßnahmenkatalog entwickeln und vertiefen. Der Expertenkreis wird weiter bestehen und sich vierteljährlich im Sinne eines „lernenden Systems“ treffen.

 

Zitate:


Christian Schanze: „Das Besondere der Einrichtung ist der möglichst sparsame Umgang mit Psychopharmaka. Es wird verstärkt mit Zuwendung gearbeitet, von Mensch zu Mensch, und nicht „ruhiggestellt“.


 

Horst Girmann: „Alle Mitarbeiter waren die letzten Jahre einen enorm hohen Druck ausgesetzt, der über die Arbeit mit ihren hohen Anforderungen hinausgeht. Das muss aufgelöst werden und braucht eine fachliche Betreuung.“


 

 

Chefarzt Richard Schmidmeier vom Inn-Salzachklinikum grenzte dabei impulsiv ein: „Es kann nicht gänzlich auf Psychopharmaka verzichtet werden. Bei aller öffentlichen Schelte beugen sie vor, vermeiden Eskalation. Gezielt, sparsam und fachlich richtig verabreicht helfen sie, Menschen ‚im Leben zu halten‘ und sind ein unverzichtbarer Teil der Therapie.


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Ein offener und intensiver Austausch prägte die Atmosphäre beim ersten Expertengespräch für eine konstruktive Arbeit im Domus-Mea Therapiezentrum in Fischbachau. Von links: Christian Kerler (Domus Mea), Isabelle Oswald (Bezirk Oberbayern), Christian Schanze (Moderation), Horst Giermann (Supervision) und Christine Kaufmann als Sprecherin der Angehörigen.

Fotos: Gerd Spranger


 

 

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